«Die Würde zurückgeben»
Capaul, dem gebürtigen Bündner, liegt die Unversehrtheit der Kühe und Ziegen am Herzen. «Ich will den Tieren ihre Würde zurückgeben», sagt er. Zum ersten Mal sind dem gelernten Bauern hornlose Rinder vor etwa 35 Jahren aufgefallen. Damals seien in der Schweiz aus Tierschutzgründen die ersten Laufställe gebaut worden. Dabei handelt es sich um Ställe, in denen sich die Tiere
frei bewegen können - im Gegensatz zu den davor überall üblichen Anbindställen. Wegen der Gefahr, dass sich die Kühe gegenseitig verletzen, habe man begonnen, die Tiere zu enthornen.
«Mittlerweile sind von den gut rund 600 000 Kühen in der Schweiz etwa 90 Prozent enthornt», sagt Capaul. Eine Zahl, die das BLV allerdings mangels Statistik nicht bestätigt.
«Ich frage mich, wie Laufställe als tierfreundlich gelten können, wenn man dafür Kühe enthornen muss», sagt Capaul. Er fordert deshalb: «Wenn Bauern für Laufställe Geld erhalten, dann sollen sie auch für horntragende Kühe speziell entschädigt werden.» Laut Capaul müssen Bauern mit horntragendem Nutzvieh einen Erwerbsausfall in Kauf nehmen, weil es im Stall schlicht und
einfach weniger Platz hat als für enthornte Tiere. Mit der Initiative würde der Verlust kompensiert.

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